
Vor Präventionsgipfel:
Heilbäder fordern Platz am Tisch der Gesundheitspolitik
Die mehr als 350 deutschen Heilbäder und Kurorte erwirtschaften jährlich einen Bruttoumsatz von rund 25 Milliarden Euro, sichern mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze ebenso wie die medizinisch-therapeutische Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum – jetzt fordern sie in einer gemeinsamen Initiative mehr Mitsprache bei der anstehenden Reform des Präventionsgesetzes.
Berlin – Deutschlands Heilbäder und Kurorte wollen die anstehende Reform des Präventionsgesetzes aktiv mitgestalten. Nach Gesprächen mit führenden Gesundheitspolitikern im Deutschen Bundestag führen der Deutsche Heilbäderverband (DHV) und die Landesheilbäderverbände ihre Positionen für den weiteren Prozess zusammen. Ein vom Bayrischen Heilbäderverband entwickeltes Positionspapier liefert hierbei wichtige Impulse für die bereits laufenden Abstimmungen im Gesetzgebungsprozess.
Die Spitzenvertreter der Heilbäderverbände diskutierten die Vorschläge unter anderem mit Emmi Zeulner, Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, Dr. Stephan Pilsinger, stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und dem Bundestagsabgeordneten Hans Koller. Er ist stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss.
Emmi Zeulner machte deutlich, dass die Bundesregierung die Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes vorbereite und dafür nun die inhaltlichen Grundlagen geschaffen würden. Zudem verwies sie auf den geplanten Präventionsgipfel des Bundesgesundheitsministeriums und empfahl den Heilbäderverbänden, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen. Auch Hans Koller betonte: „Wir müssen die Anliegen der Heilbäder bei den anstehenden Vorhaben im Blick behalten“.
„Unsere staatlich anerkannten Heilbäder und Kurorte verfügen über eine einzigartige Verbindung aus medizinischer Kompetenz, natürlichen ortsgebundenen Heilmitteln und qualitätsgesicherter Infrastruktur. Dieses Potenzial kann einen wichtigen Beitrag leisten, Prävention wirksamer umzusetzen und die Kosten im Gesundheitssystem zu senken. Deshalb setzen wir uns für eine stärkere Verankerung der Heilbäder und Kurorte im gesetzlichen Rahmen für Prävention und Gesundheitsförderung ein“, betont Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbands.
Einen wichtigen Impuls für die Initiative liefert ein vom Bayerischen Heilbäder-Verband erarbeitetes Positionspapier mit konkreten gesetzlichen Vorschlägen. Ziel ist es, staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte künftig stärker als etablierte Gesundheitsstandorte in Prävention, Vorsorge und Pflegeprävention zu verankern. Vorgeschlagen wird unter anderem, Heilbäder ausdrücklich als geeignete Orte für primäre Prävention, als gesundheitsförderliche Lebenswelten sowie als Partner der Nationalen Präventionsstrategie und der Landesrahmenvereinbarungen im Sozialgesetzbuch zu berücksichtigen.
„Der angekündigte Präventionsgipfel bietet eine große Chance, die Rolle staatlich anerkannter Heilbäder und Kurorte als qualitätsgesicherte Gesundheitsstandorte stärker im Präventionsgesetz zu verankern. Wir wollen unsere Erfahrung und unsere konkreten Vorschläge jetzt aktiv in die politische Diskussion einbringen“, sagt Peter Berek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbands. Neue Leistungsansprüche zu schaffen sei dabei nicht das Ziel. Vielmehr gehe es darum, vorhandene Gesundheitsstrukturen besser zu nutzen und Prävention stärker in der Fläche zu verankern.
Gesundheitsbranche mit erheblichem Gewicht
Der Deutsche Heilbäderverband vertritt über seine Mitgliedsverbände mehr als 350 staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte in Deutschland. Als ältester Branchenverband im Gesundheitswesen repräsentiert er deren Interessen auf Bundes- und EU-Ebene. Die deutschen Heilbäder und Kurorte erwirtschaften jährlich einen Bruttoumsatz von rund 25 Milliarden Euro und sichern mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze – insbesondere in den ländlichen Regionen.
Ansprechpartner für die Vertreter der Medien:
Brigitte Goertz-Meissner
Präsidentin
E-Mail: brigitte.goertz-meissner@dhv-berlin.de
Mobil: +49 (172) 721 9591
Deutscher Heilbäderverband e.V.
Friedrichstr. 60
10117 Berlin