19.12.2011
Auslandskuren schwächen den Gesundheitsstandort Deutschland. Die Qualität von Kuren in Deutschland ist unübertroffen.
Regelmäßig wird in verschiedenen Medien für den Kuraufenthalt im Ausland geworben. Dabei suggerieren die Anzeigen für Auslandskuren fälschlicherweise ein Kuraufenthalt sei im Ausland oft günstiger. Dies ist ein Trugschluss. In den deutschen Heilbädern und Kurorten finden Patienten eine einzigartige Gesundheitsstruktur vor. Nirgendwo sonst unterliegen die Heilmethoden so hohen Qualitätskriterien wie in Deutschland. Die Vermutung liegt nahe, dass die aggressive Werbung seitens der Versicherungen nicht aus medizinischen, sondern vielmehr aus Gründen des Wettbewerbs im Kampf um die Versicherten passiert.
Dieses Vorgehen ist gerade vor dem Hintergrund sinkender Bewilligungszahlen für Kuren zu kritisieren. Wurden Mitte der 90er Jahre noch 880.000 ambulante Vorsorgeleistungen abgerechnet, wurden laut Statistik des Bundesgesundheitsministeriums im Jahr 2009 hingegen lediglich etwa 160.000 ambulante Vorsorgefälle in anerkannten Kurorten registriert. Bei der bundesweiten kurörtlichen Verwaltungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) wurden jedoch für das Jahr 2009 lediglich 94.355 Behandlungsfälle und 2010 sogar nur noch 80.138 registriert. Dies sei eine Diskrepanz, die sich nur dadurch erklären lasse, dass mehr als die Hälfte der Kurmaßnahmen im Ausland erbracht werden, so der Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes e.V. (DHV), Dr. Gerd Müller.
Wird die Kur im Ausland bezahlt, dann werden sozialversicherungspflichtige Beiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ins Ausland transferiert – ohne, dass ein Euro zurückkommt. „Ohne Not wird hier Geld ausgegeben“, erklärt Dr. Gerd Müller. „Unsere Heilbäder und Kurorte in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren zu qualitativ hochwertigen Gesundheitskompetenzzentren entwickelt. Sie sind den Patientinnen und Patienten ein verlässlicher Partner im Bereich der Prävention und der Gesundheitsvorsorge.“
Mit rund 400.000 direkten und indirekten Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von 30 Mrd. Euro sind die deutschen Heilbäder und Kurorte ein bedeutender Standort für Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus. Das Kur- und Bäderwesen ist mit 30 Prozent der Übernachtungen ein wesentlicher Faktor des Deutschlandtourismus. „Indem Gelder der Solidargemeinschaft der Versicherten ins Ausland gehen, wird der Gesundheitsstandort Deutschland geschwächt“, warnt DHV-Präsident Dr. Müller. Angesichts des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Krankheiten stehe die Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Die Rolle der Kur als Wachstumsmotor in Deutschland müsse daher vielmehr gestärkt und ausgebaut werden.
Regelmäßig wird in verschiedenen Medien für den Kuraufenthalt im Ausland geworben. Dabei suggerieren die Anzeigen für Auslandskuren fälschlicherweise ein Kuraufenthalt sei im Ausland oft günstiger. Dies ist ein Trugschluss. In den deutschen Heilbädern und Kurorten finden Patienten eine einzigartige Gesundheitsstruktur vor. Nirgendwo sonst unterliegen die Heilmethoden so hohen Qualitätskriterien wie in Deutschland. Die Vermutung liegt nahe, dass die aggressive Werbung seitens der Versicherungen nicht aus medizinischen, sondern vielmehr aus Gründen des Wettbewerbs im Kampf um die Versicherten passiert.
Dieses Vorgehen ist gerade vor dem Hintergrund sinkender Bewilligungszahlen für Kuren zu kritisieren. Wurden Mitte der 90er Jahre noch 880.000 ambulante Vorsorgeleistungen abgerechnet, wurden laut Statistik des Bundesgesundheitsministeriums im Jahr 2009 hingegen lediglich etwa 160.000 ambulante Vorsorgefälle in anerkannten Kurorten registriert. Bei der bundesweiten kurörtlichen Verwaltungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) wurden jedoch für das Jahr 2009 lediglich 94.355 Behandlungsfälle und 2010 sogar nur noch 80.138 registriert. Dies sei eine Diskrepanz, die sich nur dadurch erklären lasse, dass mehr als die Hälfte der Kurmaßnahmen im Ausland erbracht werden, so der Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes e.V. (DHV), Dr. Gerd Müller.
Wird die Kur im Ausland bezahlt, dann werden sozialversicherungspflichtige Beiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ins Ausland transferiert – ohne, dass ein Euro zurückkommt. „Ohne Not wird hier Geld ausgegeben“, erklärt Dr. Gerd Müller. „Unsere Heilbäder und Kurorte in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren zu qualitativ hochwertigen Gesundheitskompetenzzentren entwickelt. Sie sind den Patientinnen und Patienten ein verlässlicher Partner im Bereich der Prävention und der Gesundheitsvorsorge.“
Mit rund 400.000 direkten und indirekten Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von 30 Mrd. Euro sind die deutschen Heilbäder und Kurorte ein bedeutender Standort für Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus. Das Kur- und Bäderwesen ist mit 30 Prozent der Übernachtungen ein wesentlicher Faktor des Deutschlandtourismus. „Indem Gelder der Solidargemeinschaft der Versicherten ins Ausland gehen, wird der Gesundheitsstandort Deutschland geschwächt“, warnt DHV-Präsident Dr. Müller. Angesichts des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Krankheiten stehe die Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Die Rolle der Kur als Wachstumsmotor in Deutschland müsse daher vielmehr gestärkt und ausgebaut werden.