Kurorte bieten Alternative zur künstlichen Befruchtung

Erneut hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ein Förderprogramm für ungewollte Kinderlosigkeit ab April 2012 angekündigt. Aufgrund vieler Ursachen kann der Kinderwunsch von Paaren unerfüllt bleiben. Dadurch geraten ungewollt Kinderlose in einen Kreislauf, der weitere Probleme, wie Verzweiflung und psychische Belastung nach sich zieht. Schröder setzt sich daher unter anderem für eine finanzielle Unterstützung der künstlichen Befruchtung und Änderungen beim Adoptionsrecht ein.

Während die Finanzierung des Förderprogramms weiterhin in der Schwebe ist, können unsere Heilbäder und Kurorte schon heute die ungewollt Kinderlosen mit ihren Angeboten unterstützen und sind in Sachen Frauengesundheit ein verlässlicher Partner.

Seit über 150 Jahren wird zur Behandlung von Kinderlosigkeit das Heilmittel Moor eingesetzt und die Therapien über Jahre hinweg modernisiert und fortlaufend wissenschaftlich begleitet. Forschungen haben ergeben, dass dieses Heilmittel positive Auswirkungen auf den Hormonspiegel hat und die Durchblutung der Gebärmutter erhöht. Es handelt sich hierbei um ein ganzheitlich abgestimmtes Konzept, welches vor allem mit Hilfe von Moorbädern umgesetzt wird. Diese natürliche Therapieform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Stressabbau im Kurort die Hormontherapie positiv beeinflusst und keine Nebenwirkungen auftreten.
Insbesondere Moorheilbäder mit der Spezialisierung auf Hochmoortorf, wie zum Beispiel Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien, bieten eine entsprechende Alternative zur künstlichen Befruchtung. Prof. Dr. André-Michael Beer vom Balneologischen Institut in Bad Aachen hat hierzu im Jahr 2004 die wissenschaftliche Studie „Neueste Erkenntnisse bei der Wirkung des Bergkiefernhochmoores“ erarbeitet, in der er belegt, dass die Indikationen in den Orten wissenschaftlich belegt und fundiert sind.

Auch in finanzieller Hinsicht gibt es wesentliche Vorteile einer Moortherapie: eine in der Regel drei-wöchige Behandlung für beide Partner beläuft sich auf etwa 850 Euro, wohingegen eine künstliche Befruchtung zwischen 3200 und 5000 Euro kostet.
Die Pressemitteilung zum Download (PDF):