Gesundheit stärken - Prävention fördern!

29.09.2011 Deutscher Heilbäderverband e. V. (DHV) und Kneipp-Bund e.V. fordern Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik - Große Resonanz beim
2. Parlamentarischen Gesundheitsfrühstück im Bundestag in Berlin

Bereits zum zweiten Mal richtete der Deutsche Heilbäderverband e.V. (DHV) mit dem Kneipp-Bund e.V. ein Parlamentarisches Gesundheitsfrühstück im Bundestag aus. Vor über 100 Abgeordneten unterstrichen die beiden Präsidenten der führenden Gesundheitsverbände in Deutschland, Dr. Gerd Müller (DHV) und Marion Caspers-Merk (Kneipp-Bund), die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im Gesundheitswesen.

„Statt weiter in Krankheit zu investieren, muss endlich in Gesundheit investiert werden“, sind sich beide Verbände einig. Die Gesamtwirtschaft würde von gezielten Präventionskonzepten profitieren. So ist wissenschaftlich nachgewiesen worden, dass durch gezielte Prävention eine Reduzierung der Fehlzeiten um bis zu 36 Prozent erreicht werden kann. Hieraus ergibt sich Einsparpotenzial der aus den Fehlzeiten resultieren Kosten von 34 Prozent. Zudem sind Maßnahmen der Gesundheitsförderung mit weniger Arztbesuchen und entsprechend geringeren Therapiekosten verbunden. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, so Dr. Müller, weshalb die Krankenkassen 3.500 Euro je Versicherten pro Jahr für die Finanzierung von Krankheitsreparatur ausgeben, jedoch gerade einmal 3,50 Euro pro Versicherten in Prävention investieren.

Bewegungsmangel und Fettleibigkeit stellen eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen dar. Schon heute gibt es in Deutschland 6 Millionen Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, deren Ursache unter anderem in einem ungesunden Lebensstil zu finden ist. Hier jedoch kann und muss schon frühzeitig Initiative ergriffen werden, damit die Folgeerscheinungen verhindert und Krankheitskosten erspart bleiben. Durch gezielte Prävention ist eine Einsparung von 25 bis 30 Prozent der Krankheitsausgaben möglich. „Es müssen dringend gesundheitspolitische Rahmenbedingungen für Gesundheitsförderung und Prävention geschaffen werden, die zur Senkung der Krankheitslast und damit auch der Krankheitskosten beitragen“, so Marion Caspers-Merk.

In den deutschen Heilbädern und Kurorten sowie in den bundesweit 600 Kneipp-Vereinen kann in hervorragender Art und Weise auf vorhandenen modernen Konzepten, auf medizinischer Fachkompetenz und Infrastruktur aufgebaut werden.

Abschließend forderte Dr. Müller: „Eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik hin zu mehr Prävention, die Einbeziehung der Heilbäder und Kurorte in den Setting-Ansatz und Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und die Kooperation auf Bundesebene muss forciert werden.“
Pressemitteilung zum Download (PDF):