Gesundheitsforschung der Bundesregierung - Gesundheit für alle!

09.02.2011 Das Gesundheitsforschungsprogramm 2011 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bietet wesentliche Anknüpfungspunkte für die Kurortmedizin. Dies erörterte Bildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan mit Dr. Gerd Müller, Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes e. V. (DHV) und Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner von der Medizinischen Hochschule Hannover bei einem Treffen in Berlin.

Die vom BMBF festgelegten Aktionsfelder des Gesundheitsforschungsprogramms 2011 bieten speziell in der Präventions- und Ernährungsforschung sowie in der Versorgungsforschung konkrete Anknüpfungspunkte für die 350 prädikatisierten Heilbäder und Kurorte in Deutschland.

„Die Kurortmedizin ist ein komplexes Therapiekonzept mit langer Tradition.“, erläutert DHV-Präsident Dr. Gerd Müller die Besonderheiten des deutschen Kur- und Bäderwesens. „Unsere Heilbäder und Kurorte sind prädikatisierte und staatlich anerkannte Gesundheitskompetenz-zentren. Nur hier findet man ein breites Spektrum an natürlichen ortsgebundenen Heilmitteln sowie Heilverfahren – eine natürliche Alternative für Jeden, der aktiv etwas für Gesundheit und Wohlbefinden tun möchte.“

Die Wirkung und die damit einhergehenden Behandlungserfolge dieser Heilmittel sind über Jahrzehnte erforscht und entwickeln sich unter regelmäßiger Qualitätsprüfung ständig weiter. Um ihrer Rolle weiterhin gerecht zu werden, sind Maßnahmen zur Qualitätssicherung von außerordentlicher Bedeutung. Auf Basis des bestehenden Potentials in der Kurortmedizin sind neue innovative Konzepte zu entwickeln und einzuführen, z. B. um den Herausforderungen der demographischen Entwicklung gerecht zu werden und auch älteren Menschen sowie chronisch Kranken längerfristig eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschließlich der wertschöpfenden Arbeit zu ermöglichen.

Die vielfältigen Präventionsangebote der Deutschen Heilbäder und Kurorte zielen genau auf die Anforderungen der heutigen Zeit ab. Burn out, Schmerztherapie, Allergiebehandlung, Fehlernährung und Suchtprobleme sind Zivilisationskrankheiten, die am besten durch Präventionsansätze vermieden werden können. „Darauf sollten wir aufbauen! Ein Vergleich der unterschiedlichen Effekte von wohnortfernen und wohnortnahen Präventionsprogrammen sollte eines der elementarsten Forschungsthemen sein.“, fordert Müller.

Der DHV begrüßt und unterstützt darüber hinaus die Pläne von Bundesministerin von Bundesministerin Prof. Dr. Schavan zur Stärkung der Präventionsforschung im Rahmen der Hightech-Strategie 2020.
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