Prävention ein neues Gesicht geben!
Der Deutsche Heilbäderverband e. V. (DHV) unterstützt Bundesgesundheitsminister Rösler bei der Entwicklung einer neuen Präventionsstrategie
Durch Stärkung der Prävention können Milliarden an Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen erzielt werden. In dieser Grundüberzeugung sind sich Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler und der DHV einig.
v.l.n.r.: DHV-Geschäftsführer Markus Schneid | Dr. Arno Wenemoser, Verband Deutscher Badeärzte e. V. | Klaus Holetschek, Bayerischer Heilbäder-Verband | DHV-Präsident Dr. Gerd Müller | Dr. Philipp Rösler | DHV-Vizepräsident Prof. Rudolf Forcher, Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V. | Axel Walter, Brandenburgischer Kurorte- und Bäderverband e. V. | DHV-Schatzmeister Bernhard Schönau, Thüringer Heilbäderverband e. V. | DHV-Vizepräsident Hans-Jürgen Kütbach, Heilbäderverband Schleswig-Holstein | Dr. Hans-Ulrich Tappe, Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e. V.
Nach einem Gespräch zeigt sich der Präsident des DHV Dr. Gerd Müller erfreut über die Neubewertung und Überlegungen zur Stärkung der Prävention im Gesundheitswesen. Derzeit, so Müller, geben Krankenkassen für Versicherte lediglich ca. 4 Euro pro Jahr an Vorsorgeleistungen aus. Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz-, Kreislauferkrankungen und Burn Out könnten aber erheblich reduziert werden durch gezielte Präventionsstrategien. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen könnten allein ca. 80 Milliarden Euro an jährlichen Krankheitskosten durch gezielte Maßnahmen gegen Übergewicht, Fehlernährung und Adipositas verhindert werden.
Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik!, so Müller, weg von der Finanzierung von Krankheit hin zu Investitionen in Gesundheit. Bundesminister Rösler habe dies erkannt und hat dabei unsere volle Unterstützung.
Die deutschen Heilbäder und Kurorte als prädikatisierte Gesundheitskompetenzzentren bieten ein einmaliges Angebot an Präventionsangeboten. Die neue Kur ziele genau auf die Anforderungen der heutigen Zeit ab. Burn out, Schmerztherapie, Allergiebehandlung, Fehlernährung und Suchtprobleme sind Zivilisationskrankheiten, die am besten durch Präventionsansätze vermieden werden können. Hier gelte es auch die betrieblichen Präventionsangebote weiterzuentwickeln. Der Arbeitnehmer von heute und morgen stehe unter verstärktem Druck. Krankheit hemmen und verhindern, bedeute rechtzeitig in Gesundheit und Prävention zu investieren.
Der DHV wird zu diesem Thema eine Expertenrunde einsetzen und sich beim Deutschen Bädertag am 9. Oktober 2010 in Heringsdorf / Usedom schwerpunktmäßig damit befassen.
Der Deutsche Heilbäderverband e. V. vertritt die Interessen der Heilbäder und Kurorte der Heilbäderverbände der Bundesländer, des Verbandes Deutscher Badeärzte e. V. und der Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V.
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