Aufbruchstimmung beim Deutschen Bädertag
Den eigenen Körper neu entdecken, das Bewusstsein für seine Gesundheit stärken und damit auch die Prävention zu fördern ist heute wichtiger denn je. Darüber waren sich die rund 200 Teilnehmer aus Politik, Tourismus und Gesundheitswesen des 105. Deutschen Bädertages in Bad Tölz am vergangenen Wochenende einig. Dr. Gerd Müller, Präsident des DHV forderte Zustimmung seitens der Regierung zum Präventionsgesetz und damit eine systematische Qualitätssicherung des Gesundheitsangebotes und Programme zur Gesundheitsförderung.
„Die neue Kur – Gesundheit genießen!“: Ein frischer Wind wehte zum 105. Deutschen Bädertag in Bad Tölz. Dr. Gerd Müller, seit Oktober letzten Jahres Präsident des DHV, stellte in seiner Grundsatzrede die Neuausrichtung des Verbandes und die Kur als Wachstumsmotor in Deutschland vor. „Wir fordern eine exklusive Einbindung der Kurorte in ein Präventionsgesetz.“, so Dr. Müller. „Die gesundheitspolitischen Belange von Urlaubern, die eine selbstfinanzierte Kur durchführen, müssen im Rahmen des Gesetzes benannt und begünstigt werden.“ Außerdem fordert Dr. Müller die Anerkennung der Prädikatisierungen der Heilbäder und Kurorte als Maßstab zur Sicherung der Qualitätsansprüche, mehr Geld für Wissenschaft und Forschung, gerade im Bäderwesen, sowie die branchenbezogende Absenkung des Mehrwertsteuersatzes.
Unterstützung sicherten ihm die Referenten des Bädertages zu: Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Marion Caspers-Merk, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. und Dr. Johannes Vöcking, Vorstandsvorsitzender der BARMER-Krankenkasse.
Eine Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. im Jahr 2008 ergab, dass fast jeder zweite in den nächsten drei Jahren mehr für seine Gesundheit tun möchte. Somit bietet der Erholungs- und Gesundheitstourismus für die Inlandsnachfrage enormes Wachstumspotential.
Mit ihren qualitativ hochwertigen Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung sind die deutschen Kurorte und Heilbäder gut aufgestellt für die künftige Entwicklung. Die deutschen Heilbäder und Kurorte sind mit rund 350.000 direkt und indirekt Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von über 26 Mrd. Euro ein bedeutender Standort für Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus. Das Kur- und Bäderwesen ist mit weit über 30 % der Übernachtungen ein wesentlicher Faktor des Deutschlandtourismus.
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Dr. Gerd Müller, Präsident des DHV stellt die Kur als Wachstumsmotor für Deutschland vor
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